Zinédine Zidane wirbt in Genf

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Genfer Uhrensalon sieht sich als Ergänzung zu Baselworld

Als «weltweit führende Plattform für die Uhren- und Schmuckindustrie» sieht sich die Uhrenmesse Baselworld. «Die angesehensten Marken der Uhrenwelt» will jedoch der Salon International de Haute Horlogerie (SIHH) bei sich ausgestellt wissen.

In früheren Jahren kam es zu Spannungen zwischen den beiden Messestandorten Basel und Genf, zumal verschiedene Luxusmarken › unter ihnen jene der Richemont-Gruppe › von Basel nach Genf abwanderten, doch heute herrscht eine friedliche Koexistenz. «Angesichts des grossen Erfolgs des SIHH ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Uhrenmacher der Richemont-Gruppe eine Rückkehr nach Basel in Betracht ziehen würde», liess die Presseabteilung der Gruppe, die elf der an der SIHH ausgestellten 16 Marken in sich vereint, auf Anfrage wissen.

Offenbar besteht auch gar kein Grund für Neid: Beide Messen sind von aussergewöhnlichem Erfolg gekrönt. Die diesjährige Baselworld sei «die beste Messe aller Zeiten» gewesen, bilanzierte Messeleiterin Sylvie Ritter. Auch in Genf ist man mit der 17. Ausgabe des Uhrensalons höchst zufrieden. Jedenfalls teilen die Organisatoren mit, dass man keine Änderungen in Betracht ziehe, zumal «das aktuelle Konzept perfekt mit der Marktrealität» korrespondiere.

Überlappend. In Genf betrachtet man die beiden Messen als Ergänzung: «Es gibt keine Konkurrenz zwischen dem SIHH und Baselworld», heisst es beim SIHH. Und die Richemont-Gruppe verweist darauf, dass die Gleichzeitigkeit der Messen überdies dafür sorgt, dass alle Fachhändler sowohl Basel wie Genf ihre Aufwartung machen. Schliesslich sind die beiden Messen auch unterschiedlich konzipiert und positioniert. Hier die Baselworld, eine Publikumsmesse mit 2100 austellenden Firmen aus 45 Ländern auf einer Fläche von 160 000 Quadratmetern und 100 000 Besuchern. Dort der Genfer SIHH, eine Privatmesse mit 16 Nobelmarken wie IWC, Cartier, Jaeger-LeCoultre, Piaget auf einer Fläche von 24 000 Quadratmetern und rund 13 000 Besuchern.

Zahlreiche Prominenz. Konkurrenz machten sich die beiden Uhrensalons dieses Jahr höchstens mit der geladenen Prominenz aus der Welt der Stars und Sternchen: Während die Hotelerbin Paris Hilton in Basel für Schlagzeilen sorgte, wusste der IWC-Chef Georges Kern in Genf anlässlich des Salons die Schauspielerin Cate Blanchett, die Schauspieler Kevin Spacey und Jean Reno sowie Fussballstar Zinédine Zidane um sich zu scharen. Zumindest diesbezüglich ist das Resultat klar: 1 zu 0. Für Genf.

Luxus. Die Genfer Uhrenmesse positioniert sich als Schaufenster für Marken des oberen Preissegmentes.

Basler Zeitung / Heidi Gmür, Genf  / www.baz.ch

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