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Das Wunderkind

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Maximilian Büsser ist einer dieser «Wahnsinnigen»,welche die Uhrenbranche revolutionieren.Maximilian Büsser est un de ces créateurs qui révolutionnent l'industrie horlogère.

Maximilian Büsser ist einer dieser «Wahnsinnigen»,welchedie Uhrenbranche revolutionieren. So ganz nebenbei ister auch noch ein absoluter Auto-Fan

Büsser lernte als Fünfjähriger anhand des AR Kataloges nicht nur sämtliche Automarken auswendig , sondern konnte auch Hubraum und PS-Zahl der einzelnen Modelle aufzählen

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Maximilian Büsser, «Wunderkind» in einer hart umkämpften Branche. (Fotos:MB&F)

Gerade einmal 31 war Maximilian Büsser, als er Managing Director von Harry Winston Rare Timepieces wurde. Damals hatte die kleine, aber sehr edle amerikanische Marke entgegen ihrem Namen keine Uhren im Angebot, Büsser wurde Chef über sieben Angestellte, die auch nicht so recht wussten, was sie tun sollten. Innerhalb von fünf Jahren kehrte der Schweizer das Bild komplett: Mit der Opus-Serie hatte er einige der begehrenswertesten Uhren der Welt auf den Markt gebracht, er gebot über 80 Mitarbeiter, er war das Wunderkind in einer hart umkämpften Branche. Dann, eines Tages, rief er seine Leute in der hauseigenen Cafeteria in Genf zusammen, verkündete stolz, dass er hatte durchsetzen können, dass Harry Winston seine eigene Manufaktur errichten werde– und dass er per sofort von seinem Posten zurücktrete. «Das war vielleicht der wichtigste Moment in meinem Leben», erzählt der gut aussehende Romand, «ich habe heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke.»

 

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Schönes Detail in den vielen schönen Details: Tourbillon.

Die «Maschine»

Natürlich hatte «Max» einen Plan: Er gründete umgehend seine eigene Uhrenmarke. Und er hatte ein für die Branche einmaliges Konzept: Unter dem Label «mb and f» (Maximilian Büsser and Friends) sollten die besten Handwerker, Designer, Ingenieure und Kommunikationsspezialisten der Uhrenbranche zusammenkommen, um wirklich aussergewöhnliche Uhren zu entwickeln, zu produzieren und auch noch zu verkaufen. Im vergangenen September wurde das erste Werk dieser ungewöhnlichen Kooperation präsentiert, genannt Horological Machine Nr.1, 166 000 Franken teuer. «Die vergangenen anderthalb Jahre sind hart gewesen», erzählt Büsser, «ich habe selbstverständlich meine gesamten Ersparnisse investiert. Doch das reichte gerade einmal für die Herstellung des Prototyps, dessen Werk wir innert vier Monaten konstruiert haben. Ich musste dann meine sechs Händler, die ‹mb and f› weltweit vertreten, überzeugen, mir einen Vorschuss auf die Uhren zu bezahlen, die ich bauen wollte.»Das hat geklappt – Büsser ist alles andere als ein «schleimiger» Verkäufer, aber er sagt von sich selber, dass er sehr überzeugend sein kann. Das glauben wir ihm gern. Die ersten 30 Stück seiner Horological Machine Nr. 1 sind verkauft, in den nächsten zwei Jahren wird er noch einmal je 30 Exemplare produzieren, aber 2007 bereits Nr. 2 nachlegen, 2008 dann Nr. 3. Je auch in 30 Exemplaren pro Jahr. Nr. 2, von der bereits ein Prototyp besteht, wird ein ganzes Stück günstiger sein als die erste Maschine, aber halt immer noch in der Kategorie eines gut ausgestatteten Premium-Mittelklasseautos, auch Nr. 3 sowie weitere Produkte hat Büsser bereits genau im Kopf.

Lesen lernen mit AR

Doch warum stellen wir Maximilian Büsser hier in der Serie «Uhren und Autos» vor, seine Horological Machine Nr. 1 hat ja schliesslich nichts mit einem Autohersteller zu tun? Ganz einfach: Büsser ist einabsoluter Auto-Narr. Er fährt privat einen TVR Griffin (und das braucht ja schon ziemlich «cojones»), für den er einst alles gab, was er flüssig machen konnte, und er erzählt, wie er bereits als Fünfjähriger anhand des aktuellen AR-Kataloges nicht nur sämtliche Automarken auswendig lernte, sondern auch Hubraum und PS-Zahl der einzelnen Modelle aufzählen konnte. Und fast wäre Büsser auch in der Automobil- Industrie gelandet: Als junger Mann wünschte er sich nicht sehnlicher, als Autodesigner zu werden. Er studierte dann Ingenieur, machte auch ein Stage bei Rolls-Royce in Crewe, doch nach einem Skiunfall verschlug ihn das Schicksal in die Uhrenindustrie; obwohl Büsser keinerlei Erfahrung hatte und noch sehr jung war, stellte ihn Jaeger-LeCoultre als Product Manager ein. Wie es sich für ein Wunderkind » gehört, hatte er selbstverständlich Erfolg bei der legendären Marke, die damals gerade einen Neuanfang wagte, und das trug ihm in der Folge den Job bei Harry

Traum vom Iso Grifo

Ein Gespräch mit Büsser wird immer wieder auf Automobile zurückkommen. Er weiss viel, sehr viel, er ist extrem interessiert; sein Traumauto wäre ein Iso Grifo, «und da weiss ich auch schon einen, den ich kaufen könnte, doch jetzt muss ich zuerst meine Firma zum Laufen kriegen.» Er hatte engen Kontakt zu Peter Wheeler, dem charismatischen ehemaligen TVR-Chef, und auch mit dem Chairman von Marcos, Tony Stelliga. Seine Vorliebe für diese englischen Kleinserien zeigt auch auf, für welche Art von Automobilen das Herz von Büsser schlägt: Sportlich sollen sie sein – und Charisma, Ausstrahlung, Sexappeal haben.
Als Geschäftswagen bewegt der Uhrenmann zwar ein bekanntes deutsches Produkt, doch dessen Perfektion ödet ihn an. «Aber den TVR kann ich halt nicht das ganze Jahr fahren, ich bin ja häufig im Vallée de Joux unterwegs, weil meine Uhr dort oben produziert wird, und da muss man immer mit Schnee rechnen», erzählt Büsser, der dann auch gleich noch Tipps gibt, auf welchen Strecken man es dort oben im Jura ein wenig fliegen lassen kann. Dass er selber wohl auch einen «schweren Fuss» hat, das bestätigt er nicht ausdrücklich, lächelt aber süffisant

Guter Dinge

Doch in nächster Zeit wird Büsser, der derzeit noch als Einmannbüro funktioniert, in erster Linie im Flugzeug sitzen, um seine Uhren und Projekte auf der ganzen Welt an die ausgesuchte Klientel zu bringen, die bereit ist, einen sechsstelligen Betrag für seine aussergewöhnlichen Zeitmesser zu investieren. Asien sei ein guter Markt, auch die USA; die Schweizer seien momentan noch etwas zurückhaltend, erzählt Max. Aber er ist guter Dinge, «es gibt genügend Leute auf dieser Welt, die sich ihren guten Geschmack auch leisten können. Sowohl bei Uhren wie auch bei Autos.

DoppeltesLottchen

Die Horological Machine Nr. 1 ist sicher eine der aussergewöhnlichsten Uhren, die derzeit auf dem Markt sind – ein wahres Kunstwerk, erschaffen von Maximilian Büsser und seinen Freunden Eric Giroud, Laurent Besse und Peter Speake- Marin (was den ungewöhnlichen Namen«MB&F» erklärt). Das beginnt schon beim ungewöhnlichen Gehäuse, das in Rot- und Weissgold erhältlich ist und das eigentlich drei Uhren miteinander verbindet. Mächtig ist die «Machine Nr. 1» – und erstaunlich leicht für ein solch riesiges Trumm. Elegant, futuristisch ist die Uhr auch, sie würde bestens an das Handgelenk eines Darstellers von «2001: A Space Odyssey» passen.

Maximilian Büsser_322716_2Alles ausser gewöhnlich:HorologicalMachine Nr. 1von «MB&F».

Insgesamt 376 Teile werden verbaut, was allein schon aufzeigt, wie kompliziert die Konstruktion ist. Ein Zifferblatt zeigt die Stunde an, das zweite die Minuten; bei den Farben besteht die Auswahl zwischen Silber und Dunkelgrau. In der Mitte wirbelt gut ersichtlich ein 1-Minuten- Tourbillon. Ungewöhnlich für diese Konstruktion ist unter anderem, dass es einen zentralen Aufzug gibt. Natürlich passt auch das Armband aus handvernähtem Alligatorleder sowie der aufwendige Schliessmechanismus zur Horological Machine Nr. 1; geliefert wird sie in einer einzigartigen Tasche, die Büsser zusammen mit dem italienischen Modelabel «Etro» kreiert hat. 30 Stück pro Jahr werden gebaut, dies während dreier Jahre. Natürlich kann bei einem Stückpreis von166 000 Franken erwartet werden, dass nur beste Materialien verwendet werden– und dass die besten Spezialisten der Schweiz für die Herstellung zuständig sind. So erfüllt sich der Traum des Maximilian Büsser, und der Kunde darf daran partizipieren.

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PETER RUCH

Traduction française

L'enfant prodige
Maximilian Büsser est un de ces créateurs qui révolutionnent l'industrie horlogère. Portrait d'un homme qui est aussi un grand passionné d'automobile.

A 31 ans à peine, Maximilian Büsser est nommé «managing director» de Harry Winston Rare Timepieces. Contrairement à ce que semble indiquer la raison sociale, la marque américaine est très loin d'être établie. En l'espace de sept ans, Büsser renverse la situation, proposant avec la série Opus quelques-unes des montres les plus convoitées du monde.

Avec l'aide d'une équipe qui passera de 8 à 80 collaborateurs, voilà la marque propulsée en peu de temps au firmament. Puis un jour, il assemble son équipe au complet à la cafétéria des bureaux de Genève, leur annonce qu'ils vont construire un nouvelle manufacture pour la marque dans peu de temps – et qu'il venait de démissionner «Ce fut sûrement un des moments les plus émotionnels de mon existence», confie l'homme « J'en ai la chair de poule juste à y penser »

La « Machine »

Naturellement « Max » avait un plan : le jeune chef d'entreprise fonde sa propre marque. Un concept unique. Sous le label MB&F – Maximilian Büsser and Friends – il réunit les meilleurs artisans, stylistes, ingénieurs et spécialistes de la branche horlogère, afin de créer des concepts horlogers véritablement exceptionnels. La première création est présentée en septembre 2006. Son nom? L'Horological Machine Nr. 1, dont le prix atteint les 166000 francs.

«Toutes mes économies y ont passé, explique Max Büsser. Des économies qui ont permis d'achever le développement complet de cette première pièce dont le prototype du mouvement a été fabriqué en temps record. J'ai dû après-coup convaincre les six détaillants qui allaient représenter MB&F dans le monde de me verser une avance afin de fabriquer les montres à venir » Et ça a marché.

Les 30 premières pièces de l'Horological Machine Nr. 1 sont aujourd'hui vendues. 30 autres pièces sortiront des ateliers chaque année jusqu'en 2008. En 2007 sortira en outre la Nr. 2 et en 2008, la Nr. 3. La Nr. 2 – dont il existe déjà un prototype – sera «meilleur marché» que la première, mais elle coûtera toujours autant qu'une voiture de classe moyenne premium bien équipée.

Une Griffith dans le cœur

Pourquoi parler de Maximilian Büsser dans cet article alors que sa montre n'a pas de lien avec l'automobile ? Vous l'avez deviné, nous sommes en face d'un vrai « pistonhead », un fou de voitures. Son péché mignon? Une TVR Griffith, pour laquelle il a cassé sa tirelire il y a quelques années – et c'est une preuve déjà assez extrême pour moi. Mais son amour pour l'automobile ne date pas d'hier. A 5 ans déjà, il passe des heures à lire le Catalogue de la RA. Il est incollable sur les marques, les modèles, les cylindrées, etc. Il a d'ailleurs failli travailler dans le domaine – son rêve d'enfant : devenir designer automobile. Puis, durant sa formation d'ingénieur, il effectue un stage chez Rolls-Royce, à Crewe.

Un rencontre sur une piste de ski et le destin l'emportent vers l'industrie horlogère… Malgré son jeune âge et son manque d'expérience, Jaeger-LeCoultre l'engage comme «product manager». A l'époque, la marque prenait un nouveau départ. Son parcours et ses succès au sein de cette équipe lui valent d'être chassé sept ans plus tard par Harry Winston Rare Timepieces.

Une discussion avec Maximilian Büsser revient invariablement sur le sujet automobile. Il sait beaucoup, vraiment beaucoup ; c'est un vrai passionné. La voiture de ses rêves? «Une Iso Grifo! Je sais exactement où la trouver, mais il faut d'abord que mon affaire tourne», confie-t-il. Il entretient d'ailleurs des contacts avec Peter Wheeler, l'ex-chef charismatique de TVR, mais aussi avec le chairman de Marcos, Tony Stelliga.

A travers son amour pour ces vraies raretés anglaises, Büsser nous démontre pour quel type d'automobile son cœur bat : sport, charisme, sex-appeal et émotion!

Mais le plus clair de son temps, Büsser le passe en l'air, afin de présenter ses montres et ses projets à une clientèle dispersée un peu partout dans le monde. «L'Asie et les Etats-Unis sont des marchés prometteurs, la Suisse est par contre plutôt frileuse. Quoiqu'il arrive, je reste très optimiste. Il y a suffisamment de passionnés dans le monde en mesure de s'offrir ce qui est à leur goût. Montres comme automobiles…»

Les Indissociables

L'Horological Machine Nr. 1 est une des pièces d'horlogerie les plus exceptionnelles du marché. Une vraie œuvre d'art sortie de l'imagination de Maximilian Büsser et de ses amis, Eric Giroud, Laurent Besse et Peter Speake-Marin. Cela commence par un boîtier inhabituel, livrable en or rouge et blanc, et qui contient un mouvement unique. La « Machine No1 » donne une véritable impression de puissance – mais reste étonnement léger au porter. Elégante et futuriste, elle serait à l'aise au poignet d'un personnage de « 2001, Odyssée de l'espace »

Le mouvement de la belle réunit 376 pièces, ce qui en dit long sur la sophistication de son architecture. Les deux cadrans sont séparés mais indissociables : l'heure se lit sur un côté, et les minutes sur l'autre. Pour les couleurs, on a le choix entre argent et gris foncé. Au centre bat le coeur, un tourbillon 1 minute. Une des innovations majeures est le fait qu'il reçoive son énergie par deux côtés distincts.

A cela s'ajoutent un bracelet en alligator cousu main, ainsi qu'un fermoir déployant. L'écrin de la montre est également livré dans une besace unique, que Büsser a créée avec le couturier italien «Etro».

La cadence de fabrication? Elle devrait atteindre les trente exemplaires par année durant 36 mois.

Revue automobile / Peter Ruch / www.revueautomobile.ch

 

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